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Einstieg zum Investieren in ETF

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Die 5 Schritte für einen systematischen Einstieg:

  1. Finanzielle Basis ermittel
    Bevor investiert wird, sollten ein Notgroschen (ca. 3–6 Monatsgehälter) und eine klare Schuldenstrategie vorhanden sein. Mögliche hohe Kreditraten sollten reduziert werden, um die so freiwerdende Liquidität zum Vermögensaufbau nutzen zu können.
  1. Ziele und Zeithorizont definieren
    Geht es um Altersvorsorge, Vermögensaufbau, Immobilienkauf? Der Anlagehorizont entscheidet über das Risiko und die dafür geeignete ETF-strategie.
  1. Risikoprofil bestimmen
    Wie stark darf das Depot zwischenzeitlich schwanken?
    20 % Minus im Aktienmarkt sind nichts Ungewöhnliches. Welche Schwankung bin ich bereit auszuhalten? Gerade für Neulinge empfehle in der Regel eine eher moderat ausgerichtete Strategie, um so ein Gefühl für Schwankung zu bekommen.
  1. Depot eröffnenAuswahl einer depotführenden Bank oder eines Brokers (Kosten, Handelsplätze, Sparplanfähigkeit, Service). Wir arbeiten hierbei gerne mit der V-Bank zusammen, aufgrund von kostengünstiger und zuverlässiger Depotführung und Orderabwicklung sowie herausragendem Serviceanspruch.
  1. Portfolio strukturieren und Sparplan einrichten Zunächst die Aufteilung (z. B. Aktien / Anleihen), dann konkrete ETFs auswählen und idealerweise automatisiert besparen – Stichwort Sparplan.

Der wichtigste Punkt: >>Disziplin schlägt Timing.
Ein breit gestreuter ETF-Sparplan ist für viele der einfachste und effizienteste Einstieg.

Wie finde ich den richtigen ETF für mich?

Zunächst entscheidet man sich für die Anlageklasse (z. B. globale Aktien, europäische Staatsanleihen etc.). Für Einsteiger ist häufig die Abbildung der Weltwirtschaft über 3 ETFs die geeignetste Form: USA-ETF, Europa-ETF und EmergingMarkets-ETF. Wir gehen bewusst weg vom MSCI World, aufgrund ungünstiger Zusammenstellung und zu hohem Tech- und USA-Anteil.

Wichtige Auswahlkriterien:

  • Index: Was bildet der ETF ab?
  • Gesamtkostenquote (TER): Möglichst niedrig.
  • Replikationsmethode: Physisch replizierend ist für Einsteiger meist transparenter.
  • Fondsgröße: Größere Fonds sind oft liquider.
  • Ausschüttend oder thesaurierend: Abhängig von Liquiditätsbedarf und Steuersituation.

Ein ETF ist letztlich nur die Verpackung – entscheidend ist der zugrunde liegende Index.

Sind neue aktive ETFs eine gute Wahl?

Aktive ETFs kombinieren das ETF-Mantelkonzept mit aktivem Management.

Vorteile:

  • Transparenz (tägliche Veröffentlichung der Positionen)
  • Meist noch günstiger als klassische aktive Fonds
  • Intraday handelbar

Aber: Das Kernversprechen aktiver Strategien – dauerhaft den Markt zu schlagen – ist empirisch schwer einzulösen. Studien zeigen, dass nur wenige Manager langfristig nach Kosten outperformen.

Für Einsteiger ist ein kostengünstiger, passiver ETF oft die robustere Lösung, gerade im Kontext zu einem langfristigem Anlagehorizont. Aktive ETFs können eine Beimischung sein, sollten aber nicht das Fundament bilden.

Wie baue ich einzelne ETFs zu einem tragfähigen Portfolio zusammen?

Ein Portfolio besteht idealerweise aus mehreren Bausteinen:

  1. Aktien-ETF (Wachstumsmotor) z. B. globaler Index
  2. Anleihen-ETF (Stabilisator) z. B. europäische Staats- oder Unternehmensanleihen
  3. Optional: Beimischungen Schwellenländer, Small Caps
  4. Sicherheitsanker – Gold

Die entscheidende Frage lautet zudem, wie hoch meine persönliche Aktienquote sein sollte, denn diese bestimmt vorrangig das Risiko und somit die Schwankung des eigenen Depots.

Wie kann ein ETF-Portfolio faussehen?

Vermögensaufbau (lange Laufzeit und somit höhere Risikotragfähigkeit)

  • 80–100 % Aktien (z. B. global gestreut)
  • kleine Beimischungen (Emerging Markets, Small Caps)
  • Sparplan mit langfristiger Perspektive

Ziel: Maximales Wachstum bei akzeptierten Schwankungen.

Ruheständler (Kapitalerhalt und Entnahme)

  • 30–50 % Aktien
  • 50–70 % Anleihen / defensive Bausteine
  • Fokus auf Stabilität und planbare Entnahmen mit Ziel des Vermögenserhalts

Hier steht weniger die Renditemaximierung als die Schwankungsreduktion im Vordergrund.

Wo kann ich ETFs am besten handeln?Neo-Broker, Hausbank oder Vermögensverwalter?

Neo-Broker bieten häufig günstige Kosten im Vergleich zur klassischen Hausbank sowie eine einfache Handhabung. Demgegenüber muss man jedoch wissen, dass es meist nur eine sehr begrenzte Handelsplatzauswahl gibt.

Hausbanken punkten noch mit persönlicher Präsenz vor Ort. Dafür tragen Kunden häufig höhere Kosten, welches die persönliche Rendite schmälert. Zudem sind die Hausbanken lediglich auf die eigenen Haus-Fonds ausgerichtet.

Als Vermögensverwalter sind wir strategischer Begleiter unserer Kunden und haben keinen Produktansatz, sondern Ergebnisansatz. Das bedeutet, dass unser Fokus auf kosteneffiziente Depotstrategien liegt und zudem das Gesamtangebot des Kapitalmarkts genutzt werden.

Für disziplinierte Selbstentscheider sind Neo-Broker kosteneffizient. Wer strategische Unterstützung, Risikomanagement und langfristige Begleitung sucht, profitiert häufig von professioneller Betreuung.

💡 Fazit:

ETF-Investieren ist kein Hexenwerk. Entscheidend sind: Klare Zieldefinition, Sinnvolle Aktienquote, Breite Streuung, Niedrige Kosten und Langfristige Disziplin.

Nicht der „beste ETF“ entscheidet über den Erfolg, sondern die konsequente Umsetzung einer durchdachten Strategie.

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Quelle: Ortay Gelen (AXIA)  für Deutschen Pressedienst

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